Mit Zaubertricks im Casino gewinnen?


Mit ein bisschen Abrakadabra und flinken Fingern im Casino abräumen – schön wärs.
Doch ein bisschen Kartenmagie ist immer dabei, und wer seine Fähigkeiten im Mischen und
Ausgeben verfeinert und weiß, wie man Karten im Auge behält, wird zumindest Eindruck
machen.

Aller Anfang ist schwer, auch beim Karten geben. Nicht umsonst engagieren Casinos
professionelle Kartendealer, die ihre Fingerfertigkeit und Beherrschung der Spiele samt
jeglichen Regeln gründlich erlernt und unter Beweis gestellt haben. Den Strip-Shuffle wie ein
Profi beherrschen ist nicht binnen fünf Minuten getan, aber mit Hilfe von Tutorials und
Geduld nicht unmöglich. Das Kartendeck wird auf den Tisch gelegt, beide Daumen locker
drauf, und die rechte Hand nimmt zwei Päckchen weg, während die linke Hand das letzte
Päckchen wieder oben drauflegt. Der Prozess wird etliche Male wiederholt und sieht bei
genügend Tempo elegant und mühelos aus.

Eine andere beliebte Mischvariante auch für Zaubertricks ist der Ribbon Spread, bei dem
Karten so ausgestreift werden, dass sie überlappend in einer Reihe ausliegen und jeweils
entweder Rückseiten oder Vorderseiten sichtbar sind.

Keinerlei Tricks oder Geschick sind beim Video-Pokerspiel erforderlich. Der Automat gibt
fünf Karten vor, und der Spieler entscheidet, welche er behalten möchte. Abgegebene Karte
werden einmal ersetzt. Das einzige Können, das hier gefragt ist, ist die Beherrschung der
Regeln und die rasche Abwägung von Möglichkeiten, wie das Spiel ausgehen könnte.
Ohne strategisches Denken geht es auch beim Video-Poker nicht, auch wenn es im
Vergleich zum Tischspiel deutlich schneller geht und die eventuellen Blufftalente nicht
gefragt sind. Dafür stehen die Gewinnchancen besser als bei den üblichen Automaten, und
die Spieler bekommen einen Vorgeschmack auf den Reiz von Poker.

Wie sich mit Kartenzauberei (fast) ohne Risiko Geld machen lässt oder man zumindest
seine Freunde beeindrucken kann, hat der Zauberer Axel Velden jahrzehntelang mit Street-
Casino
vorgemacht. Entwickelt wurde der Trick von Jose Stuller-Bosco und Walter Sperling.
Das Publikum wird zu einem Ratespiel eingeladen. Das benutzte Kartendeck besteht aus
Verliererkarten und einer einzigen Gewinnerkarte. Der Kandidat hat sechs Chancen, den
jeweilige Preis zu gewinnen. Er muss eine Zahl von 1 bis 6 nennen, mit der sechs
Durchgänge gespielt werden. Entscheidet er sich zum Beispiel für die Nummer vier, werden
drei Karten von oben abgezählt und die vierte wird umgedreht. Das wird fünfmal wiederholt,
doch die Gewinnerkarte wird nicht aufgedeckt.

Dann klingelt das Telefon, und der Zauberer wird beschuldigt, geschummelt zu haben. Die
Gewinnerkarte war nicht im Deck… Der Zauberer verteidigt sich, bietet einen neuen
Durchgang an – und deckt diesmal die Gewinnerkarte auf.

Alex Velden hat für diese Nummer ein wahres Feuerwerk an Gags entwickelt und die besten
Sprüche als Teil des Spiels für die Nachwelt erhalten.

Andere Kartentricks basieren auf der ursprünglichen Reihenfolge der Karten und
Ablenkungsmanövern. Beim Verteilen der Karten oder Mischen wird das Publikum mit
Sprüchen unterhalten, während die Karten so manipuliert werden, dass der Geber stets
einen Royal Flush oder alle Asse hat. Die meisten Tricks sind rasch erlernt, sollten aber nur
im privaten Kreis demonstriert werden. Was unter Freunden mit Applaus und Bewunderung
belohnt wird, kann im Casino zu echten Problemen führen.

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